Am gestrigen Montag fand im Hörsaal A109 (Audimax) eine Vollversammlung aller Studierenden des Campus Philosophikum II statt. Anwesend waren etwa 450 Studierende und VertreterInnen der Presse. Übertragen wurde die Vollversammlung über einen Video-Stream im Internet, im Durchschnitt schauten 70-80 Zuschauer die Live-Übertragung.
Eine große Mehrheit der Anwesenden bekundete ihre Unterstützung der Besetzung von Gebäude E (Institut für Politikwissenschaft und Soziologie) und es wurde angeregt über die Probleme an den betroffenden Fachbereichen diskutiert und die schlechte Umsetzung des Bologna-Prozesses wurde scharf kritisiert.
Außerdem wurde eine Resolution verabschiedet:
Resolutionsvorschlag:
Wir schließen uns den Forderungen des Bildungsstreik an und fordern:
Selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck; einen freien Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren; eine öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe; eine Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.
- Ausreichend Master-Plätze und Rechtsanspruch auf Master für alle!
- Gebührenfreie Bildung!
- Die Abschaffung der Verwaltungsgebühr!
- Mehr und besser ausgebildete Dozierende! Gute Lehre kostet Geld! (an 1. Stelle: Die Erweiterung der Betreuung und die Verbesserung der Lernsituation sowie eine Verbesserung der Qualität der Lehre)
- Eine stärkere Demokratisierung der Universität! Wider dem HHG!
- Mehr Einfluss in der universitären Verwaltung!
- Studiengänge müssen studierbar sein! Sofortige Entschulung!
- Mehr Bafög für alle, ohne Schulden statt Elitestipendium!
- Eine barrierefreie Gestaltung des Studiums
- Deutliche Ausweitung/ Abschaffung der Regelstudienzeit
WIR FORDERN DIE UNI-LEITUNG AUF, ALLE STUDIERENDEN IN DIESER WOCHE UND ZUKÜNFTIG VON DER ANWESENHEITSPFLICHT IN VERANSTALTUNGEN ZU BEFREIEN, DAMIT DIE STUDIERENDE VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE ZU IHREN STUDIENBEDINGUNGEN ERARBEITEN KÖNNEN.
Angenommen mit etwa 400 Ja-Stimmen, keiner Nein-Stimme und 6 Enthaltungen
Ein ausformulierter Text der Resolution ist in Kürze verfügbar.