Archive for the 'Veröffentlichungen' Category

Dokumentarfilm

Dringende Nachricht an alle die NICHT in der Dokumentation über den Bildungsstreik auftauchen wollen. Die Filmer bitten darum, dass ihr ein Bild von euch und euren Namen an die Adresse doku@protest-giessen.de schickt. Das Filmteam hat mittlerweile über 15 Stunden an Videomaterial und kann die Masse an Menschen sonst nicht überblicken.

Im Gegenzug dazu bittet das Filmteam alle, die noch Material oder schöne Geschichten, sich ebenfalls an doku@protest-giessen.de zu wenden.

*Die Gießener Erklärung ist beschlossen!*

Mit über 2000 BesucherInnen war das Audimax so gut besucht, wie schon möglicherweise seit Jahrzehnten nicht bei einer Vollversammlung, der Rekord von vor einer Woche wurde damit noch einmal eingeholt.
Das Video der Vollversammlung zur Gießener Erklärung mit dem Streik-Chor in den ersten sieben Minuten lässt sich auf folgendem Link abrufen:http://www.ustream.tv/recorded/2638789
Ein ausführlicher Artikel folgt in Kürze!

Die Gießener Erklärung im Wortlaut
Streik-Karte Gießens mit Erklärung

Gießener Erklärung veröffentlicht

Der AK Forderungen hat soeben die Gießener Erklärung, über welche auf der morgigen Vollversammlung abgestimmt werden soll, über den Arbeitsverteiler geschickt. Auch auf der Homepage könnt ihr sie hier herunterladen.

Erklärung zum “Bildungssparen”

Auf der heutigen Plenumssitzungen wurde eine Erklärung zum Vorschlag der Bildungsministerin verabschiedet:

In der Tagesschau vom 21.11.09 wurden die neusten Pläne der Bundesbildungsministerin Anette Schavan bekannt gegeben. Nachdem die angekündigte BAfög-Erhöhung nicht zu einer Unterbindung der Bildungsproteste geführt hat, denkt man im Bundesministerium für Bildung und Forschung über so genanntes „Bildungssparen“ nach. Laut Tagesschau soll dies, ähnlich wie das bekannte Bausparen, staatlich gefördert werden.

Dieser Vorschlag wurde am Abend von den Aktiven des Gießener Bildungsstreiks mit Entsetzen aufgenommen. Dieser Vorschlag ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich für bessere Bildung engagieren! Ein solcher Vorschlag läuft all unseren Forderungen diametral entgegen. Die Antwort auf diesen Vorschlag dürfte die Demonstration in Stuttgart an diesem Samstag bereits vorweg genommen haben. Dort gingen circa 2500 Menschen gegen die herrschende Bildungspolitik auf die Straße. Daran wird auch der neueste, durchsichtige Versuch die Studierenden zu spalten und die Bewegung zu besänftigen nichts ändern.

Die Ministerin scheint sich mit unseren Forderungen nicht im geringsten auseinandergesetzt zu haben. Uns geht es um den Abbau von Bildungshürden und um die Schaffung von Freiräumen für Selbstbestimmtes Lernen. „Bildungssparen“ um später Studiengebühren abzubezahlen ändert nichts an den bestehenden Problemen. Anstatt die Probleme selbst aus dem Weg zu räumen, indem beispielsweise Studiengebühren abgeschafft werden, wird dadurch nur das System der Bildungsprivatisierung fortgesetzt.

Dies steht ganz in der Logik der aktuellen Bundesregierung: Privatisierung im Gesundheitsbereich, Privatisierung im Pflegebereich und jetzt auch weitere Privatisierung bei der Bildung. Wir lehnen solche Vorschläge entschieden ab. Ministerin Schavan sollte endlich ihre Hausaufgaben machen und sich mit unseren Forderungen auseinandersetzen! Ansonsten bleibt den Studierenden nichts anderes übrig, als auch nach anderen Wegen zu suchen sich politisches Gehör zu verschaffen.

Offener Brief an die Öffentlichkeit

- Pressegruppe der Besetzer_innen -

Die Pressegruppe der Besetzer_innen wendet sich hiermit in einem offiziellen „Offenen Brief“ an die Öffentlichkeit:

Wir halten es aufgrund des aktuellen Informationsstandes für dringend notwendig, uns in einem offiziellen „Offenen Brief“ an die Öffentlichkeit zu wenden.

Wir freuen uns über die zahlreichen Unterstützungen und Solidaritätsbekundungen, die in den vergangen Tagen bei uns eingegangen sind. Auch dem Präsidium möchten wir für das signalisierte Verständnis für unseren Streik danken.

Jedoch gibt es nach unserem aktuellen Informationsstand Solidarisierungstendenzen, denen wir absolut kritisch gegenüberstehen.

Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von jeglichen Partys, die unter dem Motto „Bildungsstreik“ beworben werden. Jegliche Art der Kommerzialisierung des Streiks verurteilen wir aufs Schärfste! Für uns stehen die Inhalte – unsere Forderungen – im Mittelpunkt unserer Arbeit. Diese drücken sich nicht dadurch aus, dass wir in Klubs ausgelassen feiern, sondern dadurch, dass wir konstruktive Arbeit in dem von uns geschaffenen Freiraum – in den gebildeten Arbeitskreisen in den besetzten Häusern – leisten.

Partys mit Mottos wie „STREIK PARTY“ und dem Ködern des potentiellen Klientel mit Werbesprüchen wie: „Wenn der Klub voll besetzt ist, gibt es eine Stunde lang jedes Bier für 50 Cent.“ stehen wir absolut kritisch gegenüber!

Wir halten es für bedauerlich, wenn Dritte um des Profits willen den Streik für sich vereinnahmen und dadurch die eigentlichen Ideale und Ziele hinter unserer Bewegung für die Augen der Öffentlichkeit in den Schatten stellen. Sicherlich ist jedes Unternehmen daran interessiert, nur irgendwie die Zahl des eigenen Klientel zu halten und dieses durch spezielle Werbeaktionen für sich zu mobilisieren. Allerdings sollte das nicht unter Ausnutzung anderer geschehen. Unserer Ansicht nach bedarf es einer speziellen Sensibilisierung bei den Unternehmen, welche Themen man für die eigene Bewerbung nutzen kann, ohne dadurch anderen potentiellen Schaden zuzufügen!

Des Weiteren distanzieren wir uns auch von jeder parteipolitischen Vereinnahmung unserer Bewegung. Wir sind politisch, aber nicht parteipolitisch!
Wenn Dritte unter Angabe ihres Parteinamens Werbung für den Streik betreiben ohne irgendeine Absprache mit uns gehalten zu haben und sonst auch in keiner Verbindung zu uns stehen, so verurteilen wir auch dieses Vorgehen scharf!

Der Bildungsstreik in Gießen ist durch keine Partei initiiert worden. Vielmehr hat sich eine kleine Gruppe von Studierenden dafür eingesetzt, dass die Studierenden in Gießen mobilisiert werden können, um endlich gegen die vorherrschenden Studienbedingungen gemeinsam vorzugehen. Durch mehrere Vollversammlungen nahm die Zahl derer, die sich für die Inhalte des Streiks engagieren, ständig zu. Jetzt die Bewegung für egoistische Interessen auszunutzen ist reine Profitmache und verzerrt das Bild darüber, von wem der Streik wirklich aus geht – nämlich von den Studierenden selbst – keiner Partei!

Pressegruppe der Besetzer_innen –

Die Besetzer_innen Telefon: 015226847345
Karl-Glöckner-Str. 21 E-Mail: bildungsstreik-giessen@arcor.de
Haus E Raum E019a Web: www.protest-giessen.de